Parastou Forouhar

Artist's Talk
Parastou Forouhar: Kunst und politische Gewalt
Donnerstag, 4.10., 19–20.30 Uhr

Seit ihre Eltern in Teheran ermordet wurden, erinnert die iranische Künstlerin Parastou Forouhar jedes Jahr an die Gewalttat: Um das politische Erbe ihrer Eltern weiterzutragen, die Führungsfiguren der iranischen Opposition waren. Dafür wurde sie selbst wegen „blasphemischer Kunst“ angeklagt. So brisant wie ihre Aktionen angesichts der aktuellen politischen Situation sind, ist auch ihr Werk. Die reduzierten Zeichnungen ihrer Serie Schuhe ausziehen, mit der Forouhar in der Ausstellung vertreten ist, wirken wie ein Comicstrip, verarbeiten aber traumatische Erlebnisse. Ein Gespräch über Kunst und politische Gewalt.

In Kooperation mit monopol – Magazin für Kunst und Leben

Katharina Grosse

Artist's Talk
Katharina Grosse: Möglichkeiten der abstrakten Malerei
Donnerstag, 11.10., 19–20.30 Uhr

Katharina Grosse gehört zu den bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstlerinnen. Seit Mitte der 1980er-Jahre lotet sie konsequent die Möglichkeiten der abstrakten Malerei aus. Dabei setzt sie sich nicht nur über malerische Konventionen, sondern auch architektonische Schranken hinweg. Ihre Arbeiten sind nicht für die Ewigkeit gedacht, sondern nehmen oft den Charakter von Interventionen an, die Räume und ganze Hallen einbeziehen.
Dabei stellt sie in ihrer Arbeit grundsätzliche Fragen, die auch immer wieder in dieser Ausstellung verhandelt werden: Was ist eigentlich ein Bild? Wo wird die Malerei, die Zeichnung, die Arbeit auf Papier zur Skulptur? Kann die Tiefe eines Bildes zugleich illusionistisch und tatsächliche, physische Tiefe sein? Wie steht es im Verhältnis zum Betrachter?

Mit Elke Buhr

In Kooperation mit monopol – Magazin für Kunst und Leben

Benno Fürmann & Stefan Glowacz

Andrea Thilo im Gespräch mit...
Benno Fürmann & Stefan Glowacz
Donnerstag, 18.10., 19–20.30 Uhr

Vor der Kamera hat Benno Fürmann seine eigenen Grenzen immer wieder neu ausgelotet – wie etwa in dem Bergsteiger-Drama „Nordwand“ oder dem Politkrimi „Der blinde Fleck“. Vielleicht hat sein eindringliches und packendes Spiel auch zu tun mit seinen persönlichen Erfahrungen. Privat wie beruflich sucht er immer wieder neue Herausforderungen.

Auch Stefan Glowacz geht an seine Grenzen. Bis heute ist er Deutschlands erfolgreichster Extremkletterer. Seine jüngste Expedition „Coast to Coast“ führte ihn kürzlich bis nach Grönland. Dort bezwang er mit seinem Team zunächst eine 1.000 Meter hohe Felswand. Dann ging das Abenteuer weiter: Mit Schlitten, Ski und Snow-Kites durchquerte er die größte Insel der Welt von der Ost- bis zur Westküste, eine gefährliche Route durch 1.200 Kilometer Eiswüste.

Mit Andrea Thilo sprechen beide über Gefühle in extremen Situationen, Suchen und Finden, Intuition und das Leben im Moment.

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Lesung

LesePalais
Deutscher Buchpreis: Blind Date
Donnerstag, 25.10., 19–20.30 Uhr

Für unser literarisches Blind Date erwarten wir einen Überraschungsgast: Ein(e) Nominierte(r) für die Shortlist des Deutschen Buchpreises gibt eine exklusive Lesung aus seinem oder ihrem Werk.

In Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Deutsche Bank Stiftung.

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BlueWall PalaisTalk Karl Haendel

Artist's Talk
Karl Haendel: Die Politik der Bilder
Donnerstag, 15.11., 19–20.30 Uhr

Der in Los Angeles ansässige Konzeptkünstler Karl Haendel ist bekannt für seine großformatigen Bleistiftzeichnungen, Installationen, Videos und Projekte im öffentlichen Raum. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit der semiotischen Funktion von Text und Bild: Auf welche Weise schaffen sie Bedeutung, bestimmen sie Normen und kulturelle Werte? Mithilfe eines umfassenden, idiosynkratischen Archivs von vorgefundenen sowie selbst aufgenommenen Bildern hinterfragen seine Werke kritisch zeitgenössische Themen, von Männlichkeit bis zu ethischer Verantwortung und der medialen Darstellung von politischen Ereignissen und öffentlichen Personen. Seine Zeichnung Arab Spring (Postscript) 2 ist in der Ausstellung The World on Paper zu sehen. Haendel verbindet darin die zeichnerische Abbildung von syrischen Flüchtlingen, die gerade an der europäischen Küste ankommen mit einer radikal-minimalistischen Formensprache. Dabei beschwört er Bildtraditionen, mit denen in westlichen Kulturen Tragödien dargestellt werden – von Géricaults Das Floß der Medusa (1819) bis zu Nachrichtenmeldungen auf CNN. Gerade ist Haendels erste umfassende Monografie bei Hatje Cantz erschienen, die seine Werke von 2000 bis 2018 vorstellt. Im Gespräch mit seinem Verlegegr Holger Liebs diskutiert er über die Macht der Bilder.

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Waris Dirie

Andrea Thilo im Gespräch mit...
Waris Dirie
Donnerstag, 22.11., 19–20.30 Uhr

Prämierte Menschenrechtsaktivistin, gefeierte Schriftstellerin und internationales Top-Model – Waris Dirie ist eine echte Powerfrau. Während sie dem Modelbusiness mittlerweile den Rücken gekehrt hat, engagiert sie sich weiterhin als Frauenrechtlerin und Autorin. Ihre Autobiographie Wüstenblume wurde 1998 zu einem weltweiten Bestseller. Bei der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt präsentiert sie die Jubiläumsausgabe von 20 Jahre Wüstenblume.


Andrea Thilo spricht mit der Autorin über die Kindheit in Afrika, den unermüdlichen Kampf gegen Tabus, über die Kraft von Frauen in der globalisierten Welt und die Bedeutung von Öffentlichkeit.

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Bücher

LesePalais
Talk mit dem Gewinner des Deutschen Buchpreises
Donnerstag, 29.11., 19–20.30 Uhr

Erleben Sie die diesjährige Gewinnerin des Deutschen Buchpreises, Inger-Maria Mahlke, in persönlicher Atmosphäre bei einer Lesung mit anschließendem Gespräch.

In Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Deutsche Bank Stiftung.

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Robert Lippok

Artist's Talk
Robert Lippok: Elektro und Konstruktivismus
Donnerstag, 13.12., 19–20.30 Uhr

In seinem Sound klängen Noise, Techno, House, die Musik der letzten Jahrzehnte nach, schrieb das Magazin Intro über Robert Lippoks aktuelles Album Applied Autonomy. Und das funktioniere in der Akademie der Künste ebenso wie in einem Industriegebiet in Friedrichshain. Lippok gelänge immer wieder die sehr berlinerische Vermählung von Kunst und Clubkultur. In der Ausstellung The World on Paper sind Lippoks geometrisch-abstrakte Aquarelle aus den frühen 1990er-Jahren zu sehen. Sie lassen an Konstruktivismus, die abstrakte Avantgarde der 1970er-Jahre, an Künstler wie Imi Knoebel oder Blinky Palermo denken, atmen aber auch die Coolness der Berliner Elektromusik dieser Zeit. Lippok, der legendäre Bands wie Ornament und Verbrechen oder to rococo rot gründete, veröffentlicht seit 2001 auf dem Label raster-noton seine Soloprojekte. Als bildender Künstler schafft er immer wieder Arbeiten, die sich konkret mit architektonischen Räumen auseinandersetzen.

Mit Sebastian Frenzel

In Kooperation mit monopol – Magazin für Kunst und Leben

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